Gud­run Krü­ger (1922 – 2004)

Die Bild­haue­rin und Zeich­ne­rin Gud­run Krü­ger wurde am 11. Fe­bru­ar 1922 in Tü­bin­gen ge­bo­ren und lebte von 1945 bis zu ihrem Tod als frei­schaf­fen­de Künst­le­rin in Enin­gen unter Ach­alm. Krü­ger schuf vor­ran­gig Plas­ti­ken aus Stahl und Holz, die oft far­big ge­hal­ten wur­den. Sie folg­te geo­me­tri­schen For­men und ver­wen­de­te gleich­zei­tig kräf­ti­ge Sym­bo­le wie Augen und Ster­ne. Stets hin­ter­ließ die Künst­le­rin einen Rest an Un­er­klär­ba­rem und Rät­sel­haf­ten. Der Hang zum Abs­trak­ten rühr­te ver­mut­lich nicht zu­letzt von der Ab­wen­dung vom frü­he­ren stren­gen Stu­di­um der Por­trät- und Akt­zeich­nung.

Gud­run Krü­ger stu­dier­te von 1939-41 an der Staat­li­chen Aka­de­mie der bil­den­den Küns­te in Stutt­gart und setz­te ihr Stu­di­um von 1943-44 an der Aka­de­mie in Wien fort. Prä­gend müs­sen für die Künst­le­rin vor allem die Auf­ent­hal­te in Lon­don ge­we­sen sein. Dort sind im Bri­tish Mu­se­um und im Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­um bis heute ihre Werke in den Samm­lun­gen ver­tre­ten. Zahl­rei­che Ein­zel- und Grup­pen­aus­stel­lun­gen be­wäl­tig­te sie, teils sogar eu­ro­pa­weit.

Auch von Gud­run Krü­ger fin­det sich das ein oder an­de­re Schmuck­stück in Enin­gen. Da wäre zum einen die Bron­ze-Fi­gu­ren­grup­pe „Gor­do­na“, die 2017 vom Cal­ner-Platz in den nach ihr be­nann­ten Krü­ger­park ver­setzt wird. Au­ßer­dem steht auf dem Schil­ler­platz eine hell­blaue „Ei­chen­läu­bin“ aus Me­tall. Ein Eben­bild der Ei­chen­läu­bin ist im Rat­haus II zu sehen. Dort steht auch die Skulp­tur „Char­lieu“ - an­läss­lich der Städ­te­part­ner­schaft mit Frank­reich.

Li­te­ra­tur:

  • Ga­le­rie 5 – Haus Gei­sel­hart: Gud­run Krü­ger. Plas­ti­ken. Reut­lin­gen 1987.
  • Hei­mat- und Ge­schichts­ver­ein Enin­gen unter Ach­alm e.V.: Öf­fent­li­che Kunst in Enin­gen unter Ach­alm. Enin­gen 2012, S. 16-26.
  • Tho­mas Leon Heck / Joa­chim Lieb­chen: Reut­lin­ger Künst­ler Le­xi­kon. Reut­lin­gen/Tü­bin­gen 1999, S. 153.