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Untere Bäch II

 

 

Ö R T L I C H E
B A U V O R S C H R I F T E N

zum Bebauungsplan vom
21.03.2000 / Juli 2003 / Dez. 2003 / 24.06.2004

 

 

1.    RECHTSGRUNDLAGEN

 

-    Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO)
i.d.F. vom 19. Dezember 2000 (GBl. S. 760)

 

-    Baugesetzbuch (BauGB)
i.d.F. der Bekanntmachung vom 27.08.1997 (BGBl. I, S. 2141
zuletzt geändert durch Art. 12 des Gesetzes vom 23.07.2002 (BGBl. I, S. 2850).
 

Mit Inkrafttreten dieser Satzung werden alle im Geltungsbereich bisher geltenden bauordnungsrechtlichen Festsetzungen aufgehoben

 

 

2.    ÖRTLICHE BAUVORSCHRIFTEN (§ 74 LBO)

 

 

2.1       Äußere Gestaltung baulicher Anlagen (§ 74 (1) 1 LBO)

 

2.1.1      Gebäudehöhe

 

Die zulässige Gebäudehöhe (Siehe Nutzungsschablone) wird zwischen der im Mittel gemessenen Höhe des Hausgrundes (Berührungslinie der Gebäudeaußenwände mit dem Gelände) der Hauptgebäude mit dem vorhandenen natürlichen Gelände und der Oberkante des Daches (Firstlinie/oberer Gebäudeabschluss bei Flachdachbauten), gemessen.

Zur Prüfung der Gebäudehöhe sind die Bauvorlagen durch mind. 2 örtlich aufgenommene Geländeschnitte entlang der Gebäudeaußenseiten mit Anschluss an die öffentliche Verkehrsfläche zu ergänzen.

Die zulässige Gebäudehöhe darf mit technische Aufbauten, die weniger als 10 % der überbauten Grundfläche betragen und mindestens 2 m von den Gebäudeaußenwänden zurücktreten um bis zu 3 m überschritten werden; dies gilt jedoch nicht unter Elektrofreileitungen oder in deren seitlichem Schutzstreifen.

 

2.1.2      Dachdeckung

Für die Dachdeckung ist ein gedeckter Farbton und nichtglänzendes Material zu wählen. Energiegewinnungsanlagen auf Dächern sind zulässig.

 

2.1.3      Werbeanlagen

Werbeanlagen sind nur an der Stätte der Leistung zulässig. Das Anbringen oberhalb des Dachabschlusses sowie wechselndes oder bewegtes Licht ist unzulässig. Sie sind so einzurichten, dass die Verkehrsteilnehmer auf den qualifizierten Straßen nicht geblendet werden.

 

 

2.2         Gestaltung der unbebauten Flächen § 74 (1) 3 LBO

 

2.2.1     Grün- und Freiflächen

Mindestens 75 % der nicht überbaubaren Flächen der Grundstücke sind entsprechend den Pflanzgeboten und Pflanzbindungen gärtnerisch anzulegen und dauerhaft zu unterhalten. Die Pflanzgebote gemäß Ziffer 1.10 und Ausgleichsmaßnahmen gemäß Ziffer 1.10 sowie die Dachbe­grünung gemäß Ziffer 4 der Empfehlungen und Hinweise sind anrechenbar.

Empfohlen werden zur weiteren Durchgrünung des Gebiets Fassadenbegrünungen.

 

2.2.2     Stellplätze § 38 (1) 15 LBO

              Offene Stellplätze für Pkw sind mit wasserdurchlässigem, begrünbaren Belag (Rasengittersteinen, großfugigem Pflaster o.ä.) zu befestigen.

              Diese Maßnahme zur Minderung des Versiegelungsgrades wurde bei Ermittlung des Ausgleichsbedarfs nach § 1a Abs. 3 BauGB bereits berücksichtigt.

 

2.3         Ableitung von Niederschlagswasser (§ 74 (3) 2 LBO)

              Modifiziertes Mischsystem

              (A 4) Das Dachflächenwasser ist so weit wie möglich dem Arbach über offene Mulden zuzuleiten. Das übrige Niederschlagswasser ist dem Mischwasserkanal zuzuleiten (Siehe auch 1.10.4 des Textteils zum Bebauungsplan „Untere Bäch II“). Empfohlen wird die Anlage von Zisternen, die eine Brauchwasserentnahme ermöglichen und die Abflussspitzen reduzieren. Diese Maßnahme zum naturverträglichen Umgang mit Niederschlagswasser wurde bei der Ermittlung des Ausgleichsbedarfs nach § 1a Abs. 3 BauGB bereits berücksichtigt.

 

 

Aufgestellt: 31.01.2000 / 21.03.2000 / Juli 2003 / Dez. 2003
   / 24.06.2004

 

Eberhard Reik
Freier Stadtplaner     
Arch. Kammer Nr. 54401
Beratender Ingenieur
  Ing. Kammer Nr. 1414

Integrierter Grünordnungsplan von
Waltraud Pustal
Freie LandschaftsArchitektin SRL

Beratende Ingenieurin BVDL

Gemeinde Eningen unter Achalm

Ortsbauamt

 

Ausgefertigt:

Eningen u.A., den 25.06.2004

Krug

Bürgermeisterin