Spatenstich zum Breitbandausbau

Diese Woche war es soweit – Spatenstich für ein Megaprojekt, welches man am Ende nicht sehen wird. Insgesamt 8,1 Millionen Euro werden in den kommenden Monaten in Eningens Breitband-Infrastruktur vergraben. Dabei entsteht eine 32 Kilometer lange Glasfaser-Trasse für insgesamt 230 Hausanschlüsse innerhalb Eningens.

Ab April rollen die Bagger, um die unterversorgten „hellgrauen Flecken“ (Versorgung unter 100 Mbit/s) zu beseitigen und damit für gleichwertige Lebensverhältnisse und einen starken Wohn- und Gewerbestandort zu sorgen.

Die Gemeinde und die Bürger kostet dieser Ausbau keinen Cent. Der Ausbau wird nämlich komplett durch Bund, Land und die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) finanziert. Die OEW Breitband GmbH ist zudem mit dem Ausbau beauftragt. Sie ist ein zu 100 % kommunales Unternehmen. Der Zweckverband der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke, in welchem auch unser Landkreis beteiligt ist, steht hinter diesem Ausbauprojekt. Hier investieren Kommunen gemeinsam in ihre eigene Infrastruktur.

Für die begünstigten Eigentümer ist der Hausanschluss kostenfrei. Es besteht keine Pflicht, einen Internetvertrag abzuschließen. Leider haben erst sehr wenig Eigentümer-/gemeinschaften eine entsprechende Einwilligung zum Ausbau erteilt. Unser Appell ist daher klar: Nutzen Sie diese einmalige Chance und nehmen Sie dieses Geschenk aus unseren Steuermitteln an. Selbst wenn Sie persönlich keinen Bedarf sehen, steigern Sie mit einem Glasfaseranschluss den Wert der eigenen Immobilie und sichern deren Zukunftsfähigkeit für die nachfolgenden Generationen. Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Grundstücke selbstverständlich wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Sie zahlen keinen Cent! Auch appellieren wir an die Eigentümergemeinschaften und Hausverwaltungen, diesen kostenfreien Ausbau vornehmen zu lassen. Für die Zustimmung zum geförderten Ausbau innerhalb einer Eigentümergemeinschaft ist kein Mehrheitsbeschluss notwendig. Die Gemeinde wird auch ihre Liegenschaften (wo möglich) ausbauen lassen. Beispielsweise werden wir das Freibad endlich an eine schnelle Verbindung bringen. Man kann aufgrund der Abgeschiedenheit unseres Freibads erahnen, dass wir ohne den geförderten Ausbau dort niemals Glasfaser in Eigenleistung hätten verlegen können. Umso schöner ist es, dass diese abgelegenen Orte, wie auch das Albvereinshaus oder das Naturfreundehaus künftig mit Glasfaser versorgt werden können.

Jeder berechtigte Eigentümer wurde persönlich von der OEW angeschrieben. Alternativ kann die Ausbauberechtigung unter https://www.oew-breitband.de/hausanschlussportal/ geprüft werden.

Ein besonderer Dank gilt der bauausführenden Firma Spie Infratech, die erfreulicherweise auch einen Standort hier in Eningen betreibt. Das stärkt zusätzlich unsere lokale Wirtschaft. Auch gibt es uns ein gutes Gefühl, wenn wir direkt im Ort einen Ansprechpartner haben. Ein solches Bauprojekt, welches sich durch ganz Eningen ziehen wird, wird schließlich auch an der einen oder anderen Stelle für Ärger und Probleme sorgen. Wir sind zuversichtlich, dass wir es mit sehr professionellen Unternehmen zu tun haben und sich die Einschränkungen durch die Bauarbeiten im Rahmen halten werden.

Nun hoffen wir, in das sogenannte dunkelgraue Fleckenprogramm aufgenommen zu werden. Dann könnten weitere 16 Kilometer Trasse verlegt und bis zu 870 zusätzliche Hausanschlüsse realisiert werden.

Unser Ziel bleibt klar: flächendeckende Glasfaser für ganz Eningen, damit wir leistungsfähig bleiben und zukunftssicher werden.

Achtung: Beim geförderten Ausbau der OEW Breitand GmbH handelt es sich nicht um das geplante eigenwirtschaftliche Ausbauverfahren der UGG (Unsere Grüne Glasfaser). Der Ausbau der UGG wird nicht gefördert, da die Versorgung in diesen Gebieten bereits schnell ist. Durch den Ausbau mit der UGG entstehen für die Grundstückseigentümer Kosten und es besteht eine Verpflichtung, einen Internetvertrag abzuschließen. Die UGG beabsichtigt in der ersten Jahreshälfte mitzuteilen, wie die weiteren Ausbauschritte in Eningen sind. Wir sind uns bewusst, dass zwei parallel laufende Ausbauverfahren innerhalb der Gemeinde für Verwirrung sorgen können. Wichtig ist, zwischen den Unternehmen OEW und UGG zu unterscheiden.

Bei Fragen zum geförderten Breitbandausbau dürfen Sie sich gerne an die OEW Breitband GmbH wenden. Sämtliche Fragen werden auf der oben genannten Internetseite sehr gut erklärt.

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